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Relegationsplatz für eine Fußballmannschaft – was bedeutet es?

Relegationsplatz für eine Fußballmannschaft - was bedeutet es

Die Relegation in den deutschen Fußballligen ist in dieser Form einmalig. Hinter dem ungewohnten Wort befindet sich ein System, das zusätzlich zu den direkten Auf- und Abstiegsplätzen eine Möglichkeit des Wechselns der Liga darstellt. Während der Relegationsplatz für den Verein der unteren Spielklasse ein Erfolg ist, sind die Mannschaften, die auf den Relegationsplatz der oberen Spielklasse gelangt sind, gerade so am direkten Abstieg vorbeigeschrammt.

Die Relegation in den deutschen Fußballligen ist in dieser Form einmalig. Hinter dem ungewohnten Wort befindet sich ein System, das zusätzlich zu den direkten Auf- und Abstiegsplätzen eine Möglichkeit des Wechselns der Liga darstellt. Während der Relegationsplatz für den Verein der unteren Spielklasse ein Erfolg ist, sind die Mannschaften, die auf den Relegationsplatz der oberen Spielklasse gelangt sind, gerade so am direkten Abstieg vorbeigeschrammt.

Geschichte

Das erste Relegationsspiel in Deutschland fand 1982 statt und wurde zwischen den Kickers Offenbach und Bayer 05 Leverkusen ausgetragen. Ab 1991 wurde die Relegation abgeschafft, um dann zur Saison 2008/2009 wieder eingeführt zu werden. Zählt man diese beiden Zeiträume zusammen, gab es zwischen Erstligisten und Zweitligisten 23 Duelle (Stand Dezember 2021).

Wie funktioniert die Relegation

Wenn ein Team auf dem Relegationsplatz steht, muss die Saison entweder sehr gut oder eher schlecht gelaufen sein. Anhand des Beispiels der Bundesliga ist in der 1. Bundesliga der 16. Platz von 18 Teams der Relegationsplatz und in der 2. Bundesliga der 3. Platz von 18 Teams. Die beiden Fußball-Vereine, die sich am Ende der Saison auf den genannten Tabellenplätzen befinden, spielen nach der Saison gegeneinander. Jedes Team einmal in seinem eigenen Stadion und einmal im gegnerischen Stadion. Diese Spiele werden Relegationsspiele genannt und beide Teams stehen sehr unter Druck, weil der Ausgang der Relegation maßgeblich die nächste Saison definiert. Wer in diesen beiden Spielen die meisten Punkte sammelt oder bei Punktegleichstand mehr Tore geschossen hat, hat die Relegation gewonnen. Das Gewinnen der Relegation bedeutet für den Erstligisten, dass er auch in der nächsten Saison in der 1. Bundesliga spielen wird, wogegen der Verein aus der 2. Bundesliga ebenfalls in seiner Liga bleibt. Spannend wird es, wenn der Zweitligist gewinnt. Dann tauschen die beiden Vereine in die Ligen des jeweils anderen.

Punkteverteilung und Auswärtstor-Regel

Wie im regulären Saisonbetrieb werden auch in der Relegation dem Sieger des Spiels drei Punkte zugeschrieben, während der Verlieren keine Punkte bekommt. Bei einem Unentschieden bekommen beide Mannschaften jeweils einen Punkt. Sollten beide Clubs nach den zwei Relegationsspielen die gleiche Punkteanzahl haben, entscheidet die Tordifferenz über den Sieger der Relegation. Die Tordifferenz entsteht, indem man die kassierten Tore von den geschossenen Toren abzieht. Sollte jedoch auch die Tordifferenz gleich sein, wird die Auswärtstor-Regel angewendet. Diese besagt, dass in der Statistik Tore, die im gegnerischen Stadion geschossen wurden, doppelt gezählt werden. Angewendet wird die Auswärtstor-Regel auch in den internationalen Wettbewerben wie der Champions League oder Europa League. Aber was passiert, wenn danach die Tordifferenzen immer noch gleich sind? Dann kommt es zur Verlängerung, die zweimal 15 Minuten geht. In dieser gilt die Auswärtstor-Regel ebenfalls. Gibt es danach immer noch keinen Gewinner der Relegation, wird dieser in einem Elfmeterschießen ermittelt.

Bundesliga-Relegation der letzten 10 Jahre

In den letzten 10 Jahren gab es insgesamt nur zwei Zweitligisten, die es geschafft haben, die Relegation zu gewinnen. Diese beiden Vereine waren Fortuna Düsseldorf (jetzt wieder 2. Liga) und der 1. FC Union Berlin (immer noch in der Bundesliga). Dabei konnten in den 20 Relegationsspielen Zweitligisten nur zwei Spiele für sich gewinnen. Dies zeigt die teilweise herrschende Ungerechtigkeit, da die Vereine aus verschiedenen Ligen kommen. Allerdings muss man dazu sagen, dass eine kleine Chance auf den Aufstieg besser ist als gar keine zu bekommen.

Relegation in anderen Fußball-Ligen

Die Relegation, wie im Absatz „Wie funktioniert die Relegation“ erklärt, gibt es so nur in Deutschland. In Belgien ist sie ab der Saison 2020/2021 für einen Übergangszeitraum in etwa gleich, ändert sich aber in ein paar Jahren wieder. In anderen Ländern wie England, Italien, Frankreich und den Niederlanden gibt es Play-offs, die zwar den gleichen Zweck wie die Relegation verfolgen, jedoch etwas komplizierter aufgebaut sind und mehr als zwei Mannschaften beinhalten.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am: 11. August 2022 von Anatoli Bauer

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